Kiesgrube und Deponie
Vor über 100 Jahren wurden auf dem Gebiet der Bürgergemeinde Kiesvorkommnisse entdeckt und seither zu Sand, Kies, Beton und Asphalt verarbeitet. Der schonende Umgang bei der Rohstoffgewinnung steht dabei an erster Stelle. Durch die Partnerschaft mit der Betreiberin gehört das Kieswerk Gunzgen zu den führenden Zulieferanten der regionalen Bauindustrie.
Wer in bestehende Landschaften eingreift, verändert auch die ökologischen Bedingungen. Daraus ergeben sich Verpflichtungen gegenüber der Natur. In Zusammenarbeit mit Behörden, Fachleuten und der Grubenkommission der Bürgergemeinde werden die Abbaugebiete wieder aufgefüllt, rekultiviert und aufgeforstet.
Eine Partnerschaft
über Jahrzehnte
Die Kieswerk Gunzgen AG, besser bekannt unter dem Namen Baustoffzentrum gehört in die Unternehmensgruppe der Schatzmann Holding AG welche verschiedene Kiesaufbereitungsanlagen, Beton- und Asphaltwerke in Boningen, Härkingen, Neuendorf und Oftringen betreibt.
Mit einem Recyclingplatz für die Wiederaufbereitung von Ausbauasphalt und Abbruchmaterial, zeichnet sich das Unternehmen auch in der Kreislaufwirtschaft aus. Beschäftigt sind rund 75 Mitarbeitende, davon etwa 40 am Standort Gunzgen. Als Mitglied des FSKB (Fachverband der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie) wird das Baustoffzentrum jährlich auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen überprüft.
Jährlich werden in Gunzgen ca. 150 000 m³ Kies abgebaut, wovon ca. 70 000 m³ via Förderbänder ins Werk Boningen zur Weiterverarbeitung geführt werden.
Die Kiesreserven in Gunzgen reichen schätzungsweise bis in das Jahr 2029. Danach werden die beiden Betriebsstandorte in Gunzgen und Boningen mittels Förderbänder aus dem Gebiet «Hard-Usserban» weitergeführt. Damit kann die Region weitere 25 Jahre mit Baustoffen versorgt werden.
Rekultivierung und Aufforstung
Die Abbaugebiete werden nach gesetzlichen Vorgaben mit sauberem Aushubmaterial aufgefüllt und rekultiviert. Anschliessend werden die temporär genutzten Gebiete wieder ihrer ursprünglichen Nutzung zurückgeführt, als Nutzflächen für die Land- und Forstwirtschaft oder als Naturflächen.
Biotop und ökologische Ausgleichsflächen
Durch ökologische Aufwertungsmassnahmen entstehen wieder Lebensräume, die von grosser Wichtigkeit für die einheimische Biodiversität sind. Viele der Flächen sind wahre Hot-Spots der Artenvielfalt. So sind zahlreiche bedrohte Amphibienarten der Schweiz auf dem Gebiet der Bürgergemeinde zu finden.